Der Evangelische Friedhof Simmering wurde nach einem Gestaltungswettbewerb geplant, den die Architekten Friedrich Wolschner und Robert Diedtel mit ihrem Entwurf „Friede“ gewannen. Die Anlage sollte neben der Einsegnungshalle auch Verwaltungsgebäude, Leichenkammern, Wohnungen, Wirtschaftsgebäude und eine Gärtnerei umfassen. Am 14. November 1904 wurde der Friedhof feierlich eingeweiht, und bereits zwei Tage später fand die erste Bestattung statt. Das ursprünglich 63.600 m² große Areal wurde 1926 und 1972 erweitert und umfasst heute rund 6.000 Begräbnisstätten. Die Aufbahrungshalle wurde 1977/78 nach Plänen von Erich Boltenstern zu zwei Zeremonienräumen umgestaltet. Die modernen Glasfenster stammen von Hermann Bauch, während Hans Robert Pippal die kleinen Altäre mit Kreuzen gestaltete.