Der Highgate Cemetery wurde 1839 im Norden Londons eröffnet und zählt zu den sieben großen viktorianischen Friedhöfen, den sogenannten Magnificent Seven.
Er entstand, weil die Bestattungsmöglichkeiten in London nicht mehr ausreichten, und wurde von der London Cemetery Company als repräsentativer Begräbnisplatz für wohlhabende Familien angelegt. Die aufwendig gestaltete Anlage mit exotischer Bepflanzung und monumentalen Grabmälern gewann schnell an Beliebtheit. Aufgrund steigender Bestattungszahlen wurde 1856 ein größerer Ostteil eröffnet, der über einen Tunnel mit der Westseite verbunden war.
Im 20. Jahrhundert führten veränderte Bestattungsgewohnheiten, sinkende Einnahmen und der Rückgang großer Familiengräber zum wirtschaftlichen Niedergang des Friedhofs. Nach der Insolvenz der Betreibergesellschaft wurde die Anlage geschlossen und verfiel zunehmend. Erst die "Friends of Highgate Cemetery" retteten den Friedhof ab den späten 1970er Jahren vor der Zerstörung und übernahmen schließlich beide Friedhofsteile. Heute ist der Ostfriedhof frei zugänglich, während der Westteil nur im Rahmen geführter Touren besichtigt werden kann; die Eintrittsgelder dienen dem Erhalt der Anlage. Highgate Cemetery wird wieder für Bestattungen genutzt, allerdings unter besonderen Voraussetzungen. Besonders bekannt ist der Friedhof für seine neogotische Architektur, seine historischen Mausoleen und Katakomben sowie als Grabstätte zahlreicher bedeutender Persönlichkeiten, wie George Michael oder Michael Farraday.
Eine Führung lohnt sich absolut, da viele tolle Geschichten erzählt werden, von denen ich ein paar nacherzählen werde. Weiterhin wurde Bram Stoker hier zu "Drakula" inspiriert und Filme, wie "Phantastische Tierwesen: Grindelwalds Verbrechen", "The Body Snatcher", "Taste The Blood Of Dracula", "Frenzy" uvm.