Der evangelische Luisenfriedhof II in Berlin-Westend entstand aus einem ehemaligen Cholera-Friedhof des Jahres 1831 und wurde 1867 offiziell eingeweiht. Die Anlage an der Königin-Elisabeth-Straße umfasst rund 47.700 Quadratmeter und ist als Alleequartierfriedhof gestaltet. 1868 wurde die denkmalgeschützte Friedhofskapelle nach Entwürfen von Rudolf Zeitler fertiggestellt. Durch mehrere Erweiterungen kamen repräsentative Erbbegräbnisse wohlhabender Charlottenburger Familien hinzu.
Nach der Eröffnung des Luisenfriedhofs III wurde der Friedhof 1891 zunächst geschlossen, aber bereits 1902 wegen des starken Bevölkerungswachstums wieder genutzt. In den 1930er Jahren plante Albert Speer Eingriffe in das Gelände, die jedoch erst nach dem Zweiten Weltkrieg teilweise durch Straßen- und Autobahnbauten umgesetzt wurden. Dabei gingen zahlreiche historische Grabstätten verloren.
Heute prägen sowohl alte Grabmale als auch neue Urnenstätten das Erscheinungsbild des Friedhofs. Am Rand des Geländes befinden sich Kriegsgräber mit 226 Toten aus beiden Weltkriegen sowie ein kleines Denkmal.