Die Feuerhalle Simmering im 11. Wiener Gemeindebezirk wurde am 17. Dezember 1922 als erstes österreichisches Krematorium eröffnet. Zusammen mit dem angeschlossenen Urnenhain umfasst sie eine Fläche von mehr als 215.000 m² und liegt gegenüber dem Wiener Zentralfriedhof. Das Gelände befindet sich auf dem früheren Schlossgarten des Schlosses Neugebäude. Teile der historischen Einfriedungsmauer, zehn Türme und das ehemalige Wasserwerk sind bis heute erhalten und wurden in die Anlage integriert. Das von Clemens Holzmeister entworfene Hauptgebäude verbindet expressionistische Architektur mit orientalischen Einflüssen. Zwischen 1965 und 1969 wurde die Anlage erweitert und umgebaut, später folgten Renovierungsarbeiten. Der Urnenhain besteht überwiegend aus Erdgräbern, während sich weitere Urnennischen in den Arkadengängen, der Umfassungsmauer und einem der Türme befinden. Auf dem Vorplatz steht das Urnengrab des ehemaligen Bürgermeisters Jakob Reumann. Eine besondere Sehenswürdigkeit ist der aus 50 Stieleichen bestehende Eichenhain, der als Naturdenkmal gilt und vermutlich bereits zur Zeit des Schlossgartens angelegt wurde.

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