Der Friedhof Öjendorf liegt im Hamburger Stadtteil Billstedt und ist mit einer Fläche von rund 99 Hektar der zweitgrößte Friedhof der Hansestadt. Die Planungen für die Anlage begannen bereits in den 1930er-Jahren, eröffnet wurde der Friedhof am 14. Juli 1966. Als weitläufiger Parkfriedhof zeichnet er sich durch seinen reichen Baumbestand, großzügige Rasenflächen und eine parkähnliche Gestaltung aus. Verschlungene Wege und ein rund fünf Kilometer langes Straßennetz erschließen das weitläufige Gelände. Der Friedhof steht Menschen aller Nationen und Religionen offen und bietet unterschiedliche Bestattungsmöglichkeiten, darunter Rasengräber, anonyme Bestattungen, Urnengräber und Beisetzungen unter Bäumen. Im Zentrum der Anlage befinden sich ein Krematorium und mehrere Feierhallen.
Eine besondere Bedeutung besitzt die Italienische Kriegsgräberstätte, auf der 5.857 italienische Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft ihre letzte Ruhe gefunden haben. Darüber hinaus gibt es einen islamischen Friedhofsteil mit nach Mekka ausgerichteten Grabstätten sowie eigene Bereiche für verschiedene religiöse und kulturelle Gemeinschaften. Zahlreiche Gedenkstätten erinnern an Menschen, deren Schicksale und Lebensgeschichten nicht in Vergessenheit geraten sollen. Dazu gehören unter anderem eine Gedenkstätte für vietnamesische Boatpeople und ein Gedenkbaum für verstorbene Verkäufer der Obdachlosenzeitung Hinz & Kunzt. So vereint der Friedhof Öjendorf die stille Schönheit einer weitläufigen Parklandschaft mit vielfältigen Formen des Abschieds, des Gedenkens und der Erinnerung.

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